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Buchserie "Deutsche Standards", herausgegeben von Florian Langenscheidt
 
 
 
   
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Deutscher Markenerfolg in Asien, zumindest dem Namen nach

07.03.2006 - Dass "Made in Germany" weltweit für beste Qualität steht, ist hinlänglich bekannt. Wie weit jedoch die
Bewunderung für deutsch klingende Namen geht, zeigen aktuell in Asien verwendete Markennamen vermeintlich
deutscher Herkunft frei nach dem Motto "was nach Deutschland klingt, muss auch aus Deutschland sein" ... oder zumindest der deutschen Qualität entsprechen. Nomen est omen gilt beispielsweise für japanische Autonamen wie
z.B. "Platz", "Raum" und "Opa". Bemerkenswert ist dabei, dass "Opa" als Fahrzeug für junge Familien konzipiert wur-
de und der "Platz" zumindest von außen gesehen eher schmal ist. Aber welcher Japaner kann auch schon Deutsch. Hauptsache es klingt so!

Auch das konzerneigene Händlernetz von Toyota hat einen deutschen Namen: "Netz". Auch wenn der Name eigent-
lich für "Network of Energetic Teams for Zenith" steht, deutsch klingt es allemal. Einem Toyota-Sprecher zufolge sind
drei Gründe entscheidend dafür, bewusst deutsch klingende Namen zu verwenden: "Mit deutschen Bezeichnungen Von wegen Absurdistan: Markenerfolg mit deutsch klingenen Markennamen in Asien!assoziieren Japaner gute Beziehungen, gute Qualität, gleichzeitig klingen
sie süß und kurz
". VDA-Japanvertreter Jochen Leggewie sieht das ähnlich: "Beim Auto sind die Deutschen top, da wertet eine deutsche Bezeichnung
das Fahrzeug auf
".

Diese Leidenschaft der Asiaten für deutsch klingende Namen dürfte auch
der Grund gewesen sein, warum der chinesische Autobauer Jiangling sei-
nen mittlerweile auch in Europa vermarkteten Geländewagen "Landwind"
taufte, während der Autobauer Chery , in Anlehnung an das englische
Adjektiv „cheery“ gleich dem Unternehmen als Ganzes einen westlichen
Namen gab. In gleicher Weise wählte der Autoproduzent Brilliance das
englische Substantiv für „Glanz, Großartigkeit“.

Aber nicht nur in der asiatischen Autobranche finden sich zunehmend
deutsche Namen wider. In Shanghai beispielsweise haben sich mehrere deutsch-klingende, eher hochpreisige Modemarken etabliert, u.a. "Heiß" (mit "ß" geschrieben!), "Einfach" und "Kuhl". Echt cool!

Die deutschen Namen funktioneren in Asien deshalb so gut, weil sie eines von unzähligen Resonanzfelder des Men-
schen aktivieren. Es handelt sich dabei Brandmeyer zufolge um "Vorstellungsbilder, die durch Erziehung und Beo-bachtung, durch eigene und anderer Leute Erfahrung in uns eindringen und in uns wirken ... . Sie sind mit spezifi-
schen Empfindungen besetzt, erregenden, beruhigenden, angenehmen wie unangenehmen.
"

Weitere "deutsche" Autos in Japan sind der "ist" und der "Vitz". Letzterer wurde nur deshalb mit einem "V" statt mit
einem "W" geschrieben, weil das "W" in der japanischen Aussprache praktisch keine Rolle spielt. Kein Witz! Auch
so können in Asien große deutsche Marken entstehen, nur leider "Made in Asia".

Vergleiche hierzu auch folgende News: >> China bald auch Marken-Supermacht?

Quellen: Wirtschaftswoche (43/2005, S. 78), Absatzwirtschaft Online sowie eigene Recherchen


Wer verleiht der Fußball-Bundesliga bald seinen Namen?

05.01.2006 -
Nachdem vor kurzem die Fußballübertragungsrechte an das neu gegründete Unternehmen "Arena" ver-
kauft wurden, geht es nun um den Verkauf der Bundesliga-Namensrechte. Tom Bender, Direktor für Kommunikation
der Deutschen Fußball Liga (DFL) geht davon aus, dass bereits ab der nächsten Saison ein Sponsoring-Partner zur
Verfügung stehen wird. Brandheiss: Bald wird aus der Fußball-Bundesliga eine Marken-Bundesliga

Als Favoriten gelten Insidern zufolge Microsoft, die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom. Das Bonner Telekommunikationsanbieter hat
sich schon mal vorbehaltlich die Internet-Domains www.telekomliga
.de und www.telekom-liga.de gesichert. Auch www.bahn-liga.de
ist bereits bei der DENIC registriert. Den Preis für den Verkauf der Namensrechte taxiert die DFL auf über 50 Mio. EUR, pro Saison versteht sich.

Quelle: Focus (1/2006, S. 13)

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