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Wem gehört nun der Apfel?
 
 
 
   
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Der Barcode wird zum Designelement


26.06.2006 - Der Lebensmittel-Discounter > Aldi hatte bereits vor einiger Zeit auf die glorreiche Idee, den Barcode
auf den Verpackungen der angebotenen Handelsmarken in das Design der Etiketten zu integrieren und auf möglichst
allen Seiten für den Scanner an der Kasse lesbar zu machen, was den Erfassungsprozess erheblich beschleunigt.
Vier Beispiele der Arbeiten von Design Barcode aus Japan
Das japanische Grafikbüro Design Barcode hat diese Idee (ohne sie zu kennen) 2004 um eine Idee weiter gedacht.
Die Tokioer Agentur hat sich auf die grafische Aufbereitung von Strichkodes spezialisiert . Seit zwei Jahren arbeitet
das kreative Quartett nun schon an (patentierten) Design BarcodesT, um der Menschheit "ein Gefühl der Heilung,
Inspiration und emotionale Bereicherung zu geben". Die Agentur interpretiert den Industrie-Code neu, indem sie ihn
illustrativ verpackt, zum Beispiel in die Illustration einer Pizza oder eines Nudelgerichts. Einzig die Sicherstellung der Maschinenlesbarkeit setzt den Designs Grenzen. Eine ganze Reihe japanischer Markenhersteller haben die Design-
Barcode-Idee bereits für ihre Verpackungen lizenziert.
Am Samstag wurden die Japaner in Cannes als einziges Unternehmen von 100 Bewerbern für ihre Idee mit dem
"Titanium Lion" ausgezeichnet. Zu Recht, wie wir finden, denn mit dem innovativen Barcode-Design wurde der
bisherigen Funktion der Weitergabe des Preises ein weiterer Nutzenaspekt hinzugefügt. Der designte Barcode
wird zu einem neuen Element der Kommunikation aufgewertet. Denn: Die aus Kundensicht nutzlose Strichelei wir
auf einmal auch ohne Scanner zum Informationsvermittler. Hinzu kommt, dass der Design-Barcode einfach und
global verständlich ist. Genial!
Vier weitere Beispiele der Arbeiten von Design Barcode aus Japan

Ein kurzes Video mit animierten Barcode-Beispielen finden Sie >> hier
Zum japanischen Unternehmen Design Barcode geht's >> hier
Infos zur Nachfolge-Technologie RFID finden Sie >> hier
Vgl. hierzu auch unsere frühere News >> Let it be

Quellen: Cannes Lions (2006), Design Barcode sowie eigene Recherchen


In diesem Markenrechtsstreit ist Musik 'drin

08.05.2006 - Es dürfte der teuerste Streit um einen angebissenen Apfel gewesen sein, der Streit der Beatles-Über-lebenden Paul McCartney und Ringo Starr mit dem Computerhersteller und iPod-Erfinder > Apple. Nachdem die Kontra-
henten zuvor bereits zwei Mal gerichtlich aneinander geraten waren und Apple Computers zuletzt 21 Mio. € zahlen
musste, ging es beim aktuellen Rechtsstreit um Apples Eintritt in den Musikmarkt. Den Anwälten der Beatles zufolge
steht iTunes im Konflikt mit dem Markenrecht des Beatles Labels "Apple Records".
Doch dieses Mal war die der amerikanische Computergigant beim Kampf um das "Apfel-Logo" siegreich, d.h. die
Klage wurde vom zuständigen Richter in Lonon zurückgewiesen. Apples Online-Musikfirma iTunes darf das Logo
eines angebissenen Apfels also weiter verwenden. Zugleich legte die US-Firma den Ex-Beatles eine Millionenrech-
nung für die Prozesskosten vor.
Die Beatles müssen in den sauren Apfel beißenIm März 2006 hatten Paul McCartney, Ringo Starr und
die Erben von John Lennon und George Harrison PC-
Hersteller und Online-Anbieter Apple Computer ver-
klagt. Ihre Forderung? Schadenersatz für die Ver-
wendung des aus Sicht der Beatles geschützten
Apfel-Logos durch iTunes. Der Vertreter der Ex-
Beatles, Geoffrey Vos, machte geltend, dass
iTunes unter dem Apfel- Logo weltweit 3,7 Mio.
Songs verfügbar gemacht und damit Milliarden von
Dollar verdient habe.
Hintergrund des "Obstkrieges" waren die Bemühungen der Ex-Beatles, Namen und Logo ihrer 1968 gegründeten
Platten- und Musikvermarktungsfirma Apple Corps Ltd. zu schützen, bei der unter anderem einige der bekanntesten Beatles-Aufnahmen erschienen sind. Der fast seit Gründung von Apple schwelende Streit war vor Jahren zunächst
mit einem Kompromiss beigelegt worden. Nach Darstellung der Beatles-Anwälte übernahm Apple 1991 mit einem Abkommen die Verpflichtung, das dem Beatles-Apfel nur entfernt ähnlich sehende Apfel-Logo seiner PCs und Lap-
tops nicht für Aktivitäten im Musikgeschäft einzusetzen. Das habe sich jedoch mit dem Siegeszug des MP3-Players
iPod geändert, argumentieren die Kläger. Denn damit setzt Apple das Logo eines stilisierten angebissenen Apfels bei seinem Musikdownloaddienst iTunes ein. Experten waren allerdings stets uneins, inwieweit dadurch den Geschäften
der Beatles-Nachfolger unter dem Logo eines natürlich dargestellten frischen grünen Apfels der Sorte Granny Smith Schaden entstehen könnte. Nach britischen Medienberichten war der Richter Martin Mann möglicherweise von Anfang
an nicht der Auffassung, dass die Klage der Ex-Beatles gerechtfertigt sei. Er habe eingeräumt, einen iPod zu besitzen,
der über das Internet mit iTunes verbunden ist. Lord Grabiner, der Anwalt von Apple, stellte unmittelbar nach der Urteils-verkündung den Antrag, den Klägern die Zahlung eines Abschlags für die Prozesskosten in Höhe von 1,5 Mio. Pfund
(2,2 Mio. €) aufzuerlegen. Die Gesamtkosten, die von den Ex-Beatles nun verlangt werden, könnten etwa doppelt so
hoch ausfallen, die eigenen Prozesskosten nicht mitgerechnet. Tja, da müssen die "Fab Four" wohl in den sauren
Apfel beißen.

Quelle: Der Tagesspiegel sowie eigene Recherchen

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