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Markenshops zielen primär auf Erlebnisse statt auf Erlöse

02.02.2012 - Für die Immobilien Zeitung wurde Markenlexikon-Gründer Dr. Karsten Kilian vor wenigen Tagen
von der Journalistin Melanie Agne zu zentralen Gründen und Zielen befragt, die Unternehmen dazu veranlassen,
eigene Markenshops zu betreiben. Im Folgenden seine Einschätzungen:

Immobilien Zeitung: Herr Dr. Kilian, was versprechen sich Hersteller von Markenshops in Top-Einkaufsstraßen?

Kilian: Eine Markenpräsenz in ausgewählten Toplagen gehört heute für starke Marken einfach dazu. Denn nur
im Point of Sale (POS), der immer mehr zum Point of Experience (POE)wird, lässt sich ein unverwechselbares,
einprägsames Markenerlebnis sicherstellen, dass Kunden für die Marke einnimmt - und langfristig an die Marke
bindet. Ob anschließend stationär, online oder mobil gekauft wird, spielt kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist,
dass sich immer mal wieder ein eng mit der Marke verbundener Wow-Effekt einstellt. In Kombination mit einem
kontinuierlich erfahrbaren Produkterlebnis bzw. einem positiven Dienstleistungsergebnis wird so das punktuelle
Markenerlebnis vor Ort zu einem prägenden Bestandteil unserer Markenvorstellungen, die langfristig unsere
Wahlentscheidungen und unser Verhalten beeinflusst.

Karsten Kilian im Gespräch mit Frau Agne von der Immobilien ZeitungIZ: Gilt bei Markenshops das Prinzip „gesehen werden ist
alles“ oder werden auch ernstzunehmende Umsätze erzielt?

Kilian: Fast immer werden mit Markenerlebniswelten auch
ganz ordentliche Umsätze erzielt. Reine Vorzeigeobjekte (Showcases) kann sich heute kaum noch ein Markenan-
bieter leisten. Warum sollte er auch? Letztendlich möchte
jedes Unternehmen verkaufen. Das ist auch erklärtes Ziel
der meisten Flagship-Stores und Marken-Shops. Sie tragen
sich selbst. Eine Gewinnmaximierung wird zwar meist
nicht angestrebt, dafür aber wirtschaftlich sinnvoll
zwischen einer Stärkung des Markenimages und
einer Steigerung der Umsätze abgewogen.

IZ: Halten Sie einen eigenen Shop für eine gute Investition
in die Marke?

Kilian: Nicht nur für eine gute, sondern für eine absolut
notwendige! Wer sich nicht über den Preis definiert wer-
den möchte, muss Gründe bieten, warum Kunden für
die eigene Marke mehr ausgeben sollen - und wollen! Neben funktionalen Leistungsmerkmalen wie besonderen
Materialien, hochwertiger Verarbeitung und exklusiven Dienstleistungen zählen dazu vor allem emotionale Erleb-
nisse mit und bei der Marke. Der Kunde ist zu Gast bei der Marke und erlebt sie mit all seinen Sinnen. Zudem kann
er sich nur vor Ort persönlich mit den wichtigsten Markenrepräsentanten austauschen, den Mitarbeitern.

IZ: Kann ein eigener Shop mehr bringen als bezahlte Anzeigen?

Kilian: Definitiv. Während die meisten Anzeigen nur einen Sinn aktiv ansprechen, erreichen uns Marken in Erlebnis-
umfeldern stets über alle Sinneskanäle. An eigenen Standorten können sich Marken, im Gegensatz zu den meisten
übrigen Werbeformen, wesentlich einprägsamer, und ohne störende Konkurrenz, darstellen. Demgegenüber wer-
den Marken in Printanzeigen und TV-Spots meist nur für wenige Sekunden als ein Reiz von vielen wahrgenommen,
wenn überhaupt. Zudem ist die Konkurrenz meist nur ein paar Seiten bzw. Sekunden weit weg. Damit ist klar: Nur
reale Erlebniswelten bieten Marken die Möglichkeit, sich facettenreich, mehrsinnig und damit intensiv über einen
längeren Zeitraum zu präsentieren - und einen bleibenden, positiven Eindruck zu hinterlassen!

IZ: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung von Marken-Stores? Werden wir in Zukunft noch mehr davon sehen?

Kilian: Wir werden in Zukunft definitiv noch mehr Markentempel sehen. Anonymes Bestellen über das Internet ist
schön und gut, aber wir schätzen nach wie vor Marken, die aus sich heraus Strahlkraft verbreiten und mit denen
wir vor unserem sozialen Umfeld glänzen können. Doch dieser Glanz erfordert eindrucksvolle Erlebnisse. Ein TV-
Spot, Social Media & Co. reichen hierzu meist nicht aus. Vielmehr müssen wir die Kunden berühren, ganz real und
vor Ort.


Das obigem Interview wurde in leicht gekürzter Version unter dem Titel "Erlebnis statt bloßen Abverkaufs"
veröffentlicht in: Immobilien Zeitung, Nr. 4, 26. Januar 2012, S. 10


Spannende Markentouren durch Metropolen wie Hamburg, Berlin, Köln & Co.: www.markentour.de

Lesen Sie hierzu auch Dr. Kilians Fachbeitrag Hersteller handeln als kostenlosen >> Download

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